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Geschichte

Der Weinbrand und Hugo Asbach

Im Jahre 1892 gründete Hugo Asbach in Rüdesheim am Rhein die „Export-Compagnie für deutschen Cognac“. Heute als „Asbach-Uralt GmbH“ eine weltweit bekannte Marke. Hugo Asbach erlernte das Handwerk des Destillateurs. Er lebte sogar eine Zeit lang in Frankreich um die Herstellung von Cognac zu erlernen.
 
Er wollte deutschen Cognac herstellen, der dem französischen Vorbild in nichts nachstehen sollte. Das heut zu Tage gebräuchliche Wort Weinbrand entstand, als Zusatz zu dem weitaus bekannteren Begriff Cognac um ihn als deutsche Marke zu kennzeichnen. Ursprünglich nannte er sein Erzeugnis „Weinbrand-Cognac“.
 
Nach dem ersten Weltkrieg untersagte der „Versailler Vertrag“ den deutschen Herstellern die Bezeichnung Cognac zu verwenden. Auf diese Weise wurde Weinbrand in Deutschland für jedermann ein Begriff.

 

Die Marke Asbach-Uralt im Verlauf der Zeit:

  • 1892 → Hugo Asbach gründet Asbach-Uralt an dem Standort Am Rottland in Rüdesheim am Rhein

  • 1908 → Die Marke „Asbach & Co Uralt“ wird in das Warenkennzeichen-Register beim kaiserlichen Patentamt eingetragen.

  • 1923 → Der Begriff Weinbrand wird in das deutsche Weingesetz aufgenommen.

  • 1924 → Hugo Asbach erfindet die Weinbrand-Praline mit Alkoholfüllung. Sie sollte weibliche Kunden an das Produkt heranführen.

  • 1935 → Hugo Asbach verstirbt und seine beiden Söhne sowie Franz Boltendahl übernehmen die Unternehmensführung.

  • 1937 → Der noch heute bekannte Werbeslogan „ Im Asbach-Uralt ist der Geist des Weines“ wird veröffentlicht.

  • 1943 → Im Zuge des zweiten Weltkrieges ruht die Produktion bis ins Jahr 1950.

  • 1957 → Der „Rüdesheimer Kaffee“ wird entwickelt.

  • 1991 → „Asbach & Co Uralt“ wird an das britische Unternehmen United Distillers Verkauft.

  • 1995 → Das Unternehmen verlässt den Firmensitz am Rottland.

  • 2002 → „Asbach & Co Uralt“ gehört mittlerweile dem Unternehmen Unterberg.

 

Damals und Heute

Begonnen hatte Hugo Asbach im Jahre 1892 mit nur zwei Brennblasen in Rüdesheim am Rhein, direkt gegenüber dem Bahnhof. Im Laufe der Zeit wuchs das Unternehmen stätig. Schlussendlich gipfelte es in einem 4,4 Hektar großen Gelände (ohne die Pralinen Produktion). Bis Mitte der 90er Jahre wird an diesem Standort alles zum Thema Asbach-Uralt produziert. Zu seinen Glanz Zeiten sind über 400 Mitarbeiter bei dem Unternehmen beschäftigt. Nach dem Verkauf des Betriebes an den Konzern Unterberg steht das Gelände, zu großen Teilen, lange Zeit leer. Einzig die Pralinenproduktion geht im Jahre 2000 unter dem Namen „Rüdesheimer Confiserie Pralinen GmbH & Co. KG“ an die Firma Reber.

Erst als im Jahr 2015 Familie Wendel, den als Assbachgasse bekannten Teil des Firmensitzes übernimmt, kommt wieder Leben auf das alte Werksgelände.

Mittlerweile befinden sich die Restaurierungs-Werkstätten von Siegfrieds Mechanischem Musikkabinett in den Räumlichkeiten der Asbachgasse. Zu finden sind hier eine Schreinerei, Schlosserei, Montage, Pneumatik, Feinmechanik und Lagerplatz.

Für die Zukunft gibt es bereits weitere große Pläne. Ein Event- und Kulturgelände für die Bürgerinnen, Bürger und das Umland soll es werden. Ziel ist es, dass das ehemalige Asbachgelände wieder Teil der Stadt und Ihrer Bewohner wird.

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